Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Nordsee

Laderaumsaugbagger

Seit 40 Jahren ist der einzige bundeseigene Laderaumsaugbagger „Nordsee“ im Einsatz für ausreichende Fahrrinnentiefen zu den deutschen Seehäfen. Er sorgt dafür, dass die natürlichen Sedimenteintragungen in Ems, Jade, Weser und Elbe kontinuierlich beseitigt werden. Durch diese sog. Unterhaltungsbaggerungen können die Schiffe die Umschlagplätze in den Häfen verlässlich und sicher erreichen.

Seit 1998 wird der Saugbagger personell und technisch vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee (Standort Wilhelmshaven) betrieben und flexibel in den Küstenrevieren eingesetzt.
19 Besatzungsmitglieder sind im Schichtbetrieb rund um die Uhr im Einsatz. Die durchschnittliche Baggermenge liegt jährlich bei ca. 7,5 Millionen Kubikmetern Sediment, das aus den Fahrrinnen entfernt und umgelagert wird.

Da das Schiff mit 40 Jahren Einsatzzeit die wirtschaftliche Nutzungsdauer bald erreicht hat, ist mittelfristig der Ersatz durch einen modernen Neubau vorgesehen. Dieser soll 2020 in Betrieb genommen werden.


Saugbagger Nordsee Nordsee Saugbagger Nordsee

Schiffsdaten

Bauwerft:
O&K - Lübeck
Baujahr:
1978
Schiffsname:
Nordsee
Rufzeichen:
DBEM
Besatzung (Stamm-Crew):
19 Personen
Länge über Alles:
131,75 m
Breite über Alles:
23,00 m
Seitenhöhe bis Hauptdeck:
9,30 m
Tiefgang (max):
7,25 m
Vermessung:
8.817,00 BRZ
Einsatzgeschwindigkeit:
12,8 / 13,3 kn
Maschinenleistung:
2 * 3.530kW / 1 * 2.205kW
Querstrahlsteueranlage:
KR 12 Ø 2.000 mm 736 kW
Baggereinrichtung:
2 Seitensaugrohre für Schleppsaugbaggerungen, Ø 1.000 mm, Füllzeit: ca. 40 Minuten, Verklappungszeit: ca. 15 - 20 Minuten
Bodenventile:
5 Kegelventile Ø 3,60 m
Schleppköpfe:
California-Schleppsaugkopf mit Druckwasseraktivierung
Schleppsaugkopf mit Wirbelvisier mit Druckwasseraktivierung
Sonderaufgaben bei Bedarf:
Ölunfallbekämpfungsschiff: Für die Ölaufnahme von der Wasseroberfläche sind an dem Schiff an beiden Schiffsseiten in einer Breite von jeweils 22 m bewegliche und einklappbare Ausleger angebracht worden.
Damit können zwischen 600 und 1.000 t Öl-Wasser-Gemische in der Stunde von der Wasseroberfläche aufgenommen werden.

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