Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee
überprüft die Sicherheit des Bremer Weserwehres

-Die Fußgängerbrücke am Bremer Weserwehr wird am 12. September 2019 gesperrt

Ausgabejahr 2019
Datum 09.09.2019

Um den sicheren Betrieb des Bremer Weserwehres zu gewährleisten, wird jährlich durch Experten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser-Jade-Nordsee, Standort Bremen, eines der fünf Wehrfelder
auf bauliche Mängel hin überprüft. Damit auch Bereiche, die sich unter Wasser befinden, eingesehen werden können, ist es erforderlich, das 30 Meter breite, zu untersuchende Wehrfeld „trocken zu legen“. Dies geschieht, indem oberhalb des Wehrfeldes drei Dammbalken (Gewicht: je 20 Tonnen) und unterhalb ein Revisionsverschluss (Gewicht: 200 Tonnen) angebracht werden. Durch die Montage dieser Verschlüsse kann das im Wehrfeld befindliche Wasser abgepumpt werden.

Für den Einbau der 20 Tonnen schweren Dammbalken sind Schwerlastkräne, die die gesamte Fahrbahnbreite der Brücke beanspruchen, erforderlich. Die Fußgängerbrücke des Bremer Weserwehrs wird daher am 12. September 2019 von ca. 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr gesperrt.

Die Verkehrsteilnehmer werden rechtzeitig durch Schilder informiert und zur Karl-Carstens-Brücke (Erdbeerbrücke) umgeleitet. Das Einschwimmen des Revisionsverschlusses, geschieht mittels Schiffen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung am 14. Mai 2019 unterhalb des Weserwehres, da hier tideabhängig gearbeitet wird.

HINTERGRUNDINFORMATION:

WASSERSTRAßEN- UND SCHIFFFAHRTSAMT WESER-JADE-NORDSEE, STANDORT BREMEN, ÜBERPRÜFT DIE SICHERHEIT (BAUWERKSINSPEKTION) DES BREMER WESERWEHRS
DIE FUßGÄNGERBRÜCKE AM BREMER WESERWEHR WIRD AM 12. SEPTEMBER 2019 GESPERRT.

Die Wehranlage ist neben dem Fischpass und der Großschifffahrts- bzw. der Kleinschifffahrtsschleuse ein Bestandteil der Staustufe Bremen. Das „neue“ Bremer Weserwehr wurde von 1989 bis 1993 erbaut. Es ersetzt das alte Wehr von 1911. Das Weserwehr besteht aus 5 Feldern mit je 30 m Breite. Die Flusspfeiler sind 4,50 m breit. Die Regulierung des Wasserstandes erfolgt durch die beweglichen Fischbauchklappen aus Stahl. Oberhalb des Wehres befindet sich die staugeregelte Mittelweser. Der Wasserstand liegt bei normalen Abflüssen auf NN + 4,50 m. Unterhalb des Wehres befindet sich der tidebeeinflusste Teil der Mittelweser. Der Höhenunterschied an der Staustufe beträgt bei Niedrigwasser ca. 6,0 m, bei Hochwasser ca. 2,0 m.

Das Wehr ist gemäß dem Hochwasserabflusskonzept mit Bremen für eine Abflussmenge von 3.400 m³/s bemessen. Der mittlere Abfluss des Wehres liegt bei 300 m³/s. Der Gesamtabfluss beträgt 4.200 m³/s. Ein Teil der Abflussmenge wird dann oberhalb des Wehres seitlich an das Wehr vorbei über den Werdersee abgeführt. Auch der Ausfall eines der fünf Wehrfelder ist im Hochwasserabflusskonzept berücksichtigt. Über die Staustufe führt eine Fußgänger-/ Radfahrerbrücke, die das Hastedter Ufer über die Brücke der Schleuse mit dem Habenhauser Ufer verbindet. Über die Wehranlage führt eine Betriebsbrücke. Diese Brücke dient für den Materialtransport sowie für die An- und Abfahrt zum Außenbezirk Habenhausen. Jährlich wird eine Bauwerksinspektion durchgeführt die eine Sperrung der gesamten Brücke mit sich zieht. Hierzu stehen zwei 100 to Krane auf der Wehrbrücke, die die gesamte Brückenbreite einnehmen.