Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Havariertes Binnenschiff im Küstenkanal

Ausgabejahr 2018
Datum 31.08.2018

Wassereinbruch auf Frachtschiff

Am 25.08.2018 ist in einem Binnenschiff auf dem Küstenkanal oberhalb der Schleuse in Oldenburg Wasser im Laderaum festgestellt worden. Das 86 m lange, 10 m breite und mit etwa 1200 Tonnen Bleigranulat beladene Schiff war auf den Weg nach Nordenham. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremen hatte umgehend ein Weiterfahrverbot ausgesprochen und Sofortmaßnahmen zur Sicherung des Schiffes, wie das vorsorgliche Auslegen von schwimmenden Ölsperren, eingeleitet. Das Schiff wurde am Ufer sicher vertäut und lag zunächst mit dem Bug auf Grund. Gefahren für die Umwelt oder für die durchgehende Schifffahrt gingen von dem Schiff nicht aus. Taucher hatten das Schiff am Montag untersucht und an der Außenhaut zunächst keine Schäden feststellen können. Nachdem das eingedrungene Wasser aus dem Frachtraum des Schiffes herausgepumpt wurde, sind an 3 Stellen im Schiffsinneren Leckagen entdeckt worden. Diese wurden durch eine Fachfirma provisorisch repariert, um eine Weiterfahrt zum Zielhafen zu ermöglichen. Nachdem die Ladung in Nordenham gelöscht ist, wird das Schiff eine nahegelegene Werft aufsuchen, wo es genauer untersucht werden kann.